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Antun Dalmatin (Anton Dalmata) PDF Drucken E-Mail
Wichtige protestantische Reformatoren in der Region

(erste Hälfte des  16. Jh. – Ljubljana, 1579)

dalmatinMan nimmt an, dass  er in  Norddalmatien oder im Kroatischen Küstenland  (Senj)geboren wurde.  Er war protestantischer Schriftsteller, Übersetzer und Herausgeber.  Als glagolitischer Priester war er im Mittelistrien tätig, woraus er als Anhänger der Reformation vertrieben wurde. Danach ging er nach Laibach, wo seine Zusammenarbeit mit bekannten kroatischen Protestanten begann (Juraj Juričić, Grgur Vlahović, Matija Živčić und Stephan Consul aus Istrien). Bald danach wurde er Mitarbeiter von Stephan Consul, von  dem  er mit der Übersetzung und Bearbeitung protestantischer glagolitischer, kyrillischer und lateinischen Ausgaben  der Bibel und anderer kirchlichen Bücher  beauftragt wurde.  Von  1561 bis 1566 war er im Dienst des Freiherrn Johann Ungnad III.  in der slawischen protestantischen Druckerei in Urach. In der Druckerei  arbeitete er an der Übersetzung des Neuen Testaments ins Kroatische  (gedruckt 1563). Es sind insgesamt 32 Ausgaben bekannt, an denen er arbeitete. Er übersetzte aus der slowenischen, deutschen, lateinischen und italienischen Sprache und war Schriftleiter und Korrektor von kirchlichen Büchern, die in glagolitischen, kyrillischen (bosnischen) und lateinischen Lettern gedruckt wurden,  und die der Verbreitung der reformatorischen Ideen in  den  kroatischen Gebieten dienten. Er übersetzte das Württembergische Bekenntnis von Brenz.

Seinen čakavischen (tschakawischen) Dialekt durch kajkavische (kajkawische), štokavische (stokawische) und slowenische Wörter und durch Konstruktionen und Wörter der kirchenslawischen Sprache bereichernd, versuchte er als erster  eine einheitliche südslawische, bzw. kroatisch-slowenische Literatursprache zu schaffen. Nach Ungnads Tod  kam die Druckerei in Urach zum Erliegen,  und Dalmata begab sich zusammen mit Consul nach Regensburg, wo sie 1568 das Werk Postille in lateinischer Schrift herausgaben.  Von Regensburg zog er nach Laibach, wo er bis zu seinem Tod  im Jahr 1579 lebte.

Werke:

In glagolitischen Lettern
-         «Edni kratki razumni nauci» (1562)
-         «Artikuli ili deli prave stare krstianske vere» (1562)
-         «Postila» (1562)
-         «Prvi del Novoga Testamenta» (1562)
-         «Drugi del Novog Testamenta» (1563)
-         «Edna kratka summa nikih prodik od tuče» (1563)
-         «Beneficium Christi - Govorenje vele prudno» (1563)
-         «Spovid i spoznanje prave krstianske» (1564)
-         «Bramba Augustanske [Augsburške] spovedi Apologia imenovana» (1564)


In kyrillischen Lettern
-         Pokusni list u Urachu (1561)
-         «Katekizam» (1561)
-         «Razumni nauci» (1562)
-         «Artikuli» (1562)
-         «Prvi del Novog Testamenta» (1563)
-         «Drugi del Novog Testamenta» (1563)
-         «Postila» (1563)


In lateinischen Lettern

-         «Katekizam» (1563)
-         «Crikveni Ordinalic» (1564)
-         «Bramba» (1564)
-         «Spovid» (1564)
-         «Beneficium» (1565)
-         «Prvi del Postile» (1568)
-         «Drugi del Postile» (1568)


In italienischen Sprache

-         «La confessione della fede» (1562)
-         «Catechismo picciolo» (1562)
-         «Postila» (1562)
-         «Artikuli - Confesiones tres» (1562-1563)
-         «La defesa della confessione» (1563)
-         «Esposizione del salmo LI e CXXX» (1564)
-         «Methodus doctrinae ecclesiae Magdeburgiensis» (1564 oder 1565)
-         «Tratatto utilissimo» (1565)

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 Das  aus den Arbeiten von F. Bučar und A. Miculian übernommene Verzeichnis