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Die zweite Generation von protestantischen Reformatoren
Philipp (Schwarzerd) Melanchthon PDF Drucken E-Mail
Reformation in Westeuropa - Die zweite Generation von protestantischen Reformatoren
(Bretten, 16 Februar 1497  – Wittenberg, 19. April 1560)
Deutscher Humanist, Theologe und Professor an der Universität in Wittenberg. Der bedeutendste Mitarbeiter Luthers und sein inoffizieller Nachfolger. Wegen seiner Werke war er als Praeceptor Germaniae (Lehrmeister Deutschlands) bekannt. Autor der Augsburger Konfession (Confessio Augustana), die von der evangelisch-lutherischen Kirche offiziell als Glaubensbekenntnis angenommen wurde. Er schrieb auch das Werk Loci Communes, die erste systematische Darstellung der reformatorischen Theologie.
Melanchthon war  Flacius' Lehrer, Freund und Mäzen. Nach dem Augsburger und Leipziger Interim   begann  Flacius, ihn öffentlich  zu kritisieren,  weil ihre Einstellungen zu den  Adiaphora (nicht glaubensentscheidende Dinge) im kirchlichen Leben  unterschiedlich waren.
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Johannes (Jean) Calvin PDF Drucken E-Mail
Reformation in Westeuropa - Die zweite Generation von protestantischen Reformatoren

(Noyon, Frankreich, 10. Juni 1509  –  Genf,  27. Mai 1564)

Jean CalvinReformierter Theologe, Begründer des  Calvinismus. Den größten Teil seines Lebens verbrachte er in Genf. Im Laufe des sechzehnten Jahrhunderts breitete sich  Calvins Theologie  aus der Schweiz nach Frankreich, Schottland, Deutschland, Polen, Ungarn und Kroatien  aus.
Calvins opus magnum ist sein Werk  Institutio christianae religionis (der Unterricht in der christlichen Religion), das mehrere Ausgaben erlebt hat   und  das zum Standardwerk auf dem Gebiet der Theologie geworden ist. Calvins Rolle in der Verbrennung des Antitrinitariers  Michael Servetus auf dem Scheiterhaufen in Genf 1553 warf einen Schatten auf seinen  sonst  respektablen  theologischen  Nachlass. 

Calvin und Flacius
Calvin und  Flacius lernten sich nie persönlich kennen. Obwohl  sie sich in  den zentralen theologischen Fragen  nicht einig waren, fragte  Flacius ihn trotzdem  um Rat  bezüglich  der Pläne für sein monumentales Werk  Magdeburger Centurien. Flacius lernte Calvin durch Vermittlung von Caspar von Nydbruck (1523-1557) kennen, der zu dieser Zeit  Bibliothekar und kaiserlicher Rat am Hofe Maximilians II.  in Wien war. Er war Anhänger der Reformation und kannte viele Vertreter verschiedener protestantischer Gruppen in Deutschland und in der Schweiz.  Calvins Antwort kam jedoch zu spät (1557), als die Texte für die  ersten drei Jahrhunderte schon gedruckt  waren.

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Heinrich Bullinger PDF Drucken E-Mail
Reformation in Westeuropa - Die zweite Generation von protestantischen Reformatoren

(18. Juli 1504 – 17. September 1575)

Heinrich BullingerTheologe, Zwinglis Nachfolger als Priester am  Grossmünster in Zürich, Hauptautor der Confessio Helvetica. Die zweite Version des Helvetischen Bekenntnisses wurde später von mehreren reformierten (kalvinistischen) Kirchen übernommen.
Bullinger und Matthias Flacius hatten unterschiedliche theologische Überzeugungen, insbesondere bezüglich des Abendmahls, aber sie trafen sich nie persönlich. Bullinger  stand im Briefwechsel mit  vielen angesehenen politischen und theologischen Persönlichkeiten seiner Zeit, einschließlich  Primus Truber und  Peter Paul Vergerius.

Bullinger und  Flacius
Zwischen Bullinger und Matthias Flacius gab es keinen Briefwechsel.  Sie nahmen entgegengesetzte theologische Einstellungen  ein,  insbesondere bezüglich der Lehre über das heilige Abendmahl und sie  betrachteten einander als Rivalen.  Bullinger befolgte mit großem Interesse den Konflikt innerhalb der lutherischen Kirche, zwischen Flacius und seinen Mitstreitern einerseits (orthodoxe oder Gnesio-[echte] Lutheraner genannt)  und Melanchthon und  seinen Anhängern andererseits.
Gegen Ende 1561 wurde Flacius wegen seiner Lehre über die Erbsünde von der Universität in Jena  vertrieben; infolgedessen wurde er Flüchtling.  

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Johannes Brenz PDF Drucken E-Mail
Reformation in Westeuropa - Die zweite Generation von protestantischen Reformatoren

(Weil der Stadt, 24. Juni 1499 – Stuttgart, 11. September 1570)

Johannes BrenzDeutscher lutherischer Theologe und schwäbischer Reformator. Er war Priester in  Schwäbisch Hall, und später Propst an der Stuttgarter Stiftskirche.  Sein Württembergischer Katechismus und seine Postille (Consul und Dalmata, 1568) wurden ins Kroatische und Slowenische übersetzt.  Brenz  unterstützte die slawische protestantische Druckerei in Urach. Er war Berater des Herzogs Christoph von Württemberg in kirchlichen Fragen, und in dieser Funktion  nahm er an mehreren Verhandlungen  teil,  so auch am Konzil von Trient.