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Wichtige protestantische Reformatoren in der Region
Primož Trubar (Primus Truber), Slowenischer Luther PDF Drucken E-Mail
Wichtige protestantische Reformatoren in der Region
Primoz TrubarDie Leistungen des protestantischen Reformators und  Schriftstellers Primus  Truber (1508–1586) sind von ausschlaggebender  Bedeutung  für die slowenische Kultur. Er war Autor der ersten Bücher in slowenischer Sprache (Abecedarium und Catechismus, 1550) und der erste Übersetzer der Bibel in die slowenische Sprache (Psalmen, 1566; das ganze Neue Testament 1582). Truber  wird heute als Begründer der slowenischen Literatur und  der modernen slowenischen Schriftsprache geehrt, da er das erste theologische und  juristische Wörterbuch  verfasst hat.
Truber spielte eine große Rolle bei der Gründung der slawischen protestantischen Druckerei in Urach, wo auch einige seiner Werke gedruckt wurden. Im Zeitraum von 1550 bis 1586  schrieb er oder übersetzte etwa 30 Bücher. Er ließ auch das erste slowenische Gesangbuch  drucken.
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Antun Dalmatin (Anton Dalmata) PDF Drucken E-Mail
Wichtige protestantische Reformatoren in der Region

(erste Hälfte des  16. Jh. – Ljubljana, 1579)

dalmatinMan nimmt an, dass  er in  Norddalmatien oder im Kroatischen Küstenland  (Senj)geboren wurde.  Er war protestantischer Schriftsteller, Übersetzer und Herausgeber.  Als glagolitischer Priester war er im Mittelistrien tätig, woraus er als Anhänger der Reformation vertrieben wurde. Danach ging er nach Laibach, wo seine Zusammenarbeit mit bekannten kroatischen Protestanten begann (Juraj Juričić, Grgur Vlahović, Matija Živčić und Stephan Consul aus Istrien). Bald danach wurde er Mitarbeiter von Stephan Consul, von  dem  er mit der Übersetzung und Bearbeitung protestantischer glagolitischer, kyrillischer und lateinischen Ausgaben  der Bibel und anderer kirchlichen Bücher  beauftragt wurde.  Von  1561 bis 1566 war er im Dienst des Freiherrn Johann Ungnad III.  in der slawischen protestantischen Druckerei in Urach. In der Druckerei  arbeitete er an der Übersetzung des Neuen Testaments ins Kroatische  (gedruckt 1563). Es sind insgesamt 32 Ausgaben bekannt, an denen er arbeitete. Er übersetzte aus der slowenischen, deutschen, lateinischen und italienischen Sprache und war Schriftleiter und Korrektor von kirchlichen Büchern, die in glagolitischen, kyrillischen (bosnischen) und lateinischen Lettern gedruckt wurden,  und die der Verbreitung der reformatorischen Ideen in  den  kroatischen Gebieten dienten. Er übersetzte das Württembergische Bekenntnis von Brenz.

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Pavao Skalić (Paulus Skalic; Paul Scaligeri; Paulus Scalichi PDF Drucken E-Mail
Wichtige protestantische Reformatoren in der Region

(Zagreb, 1534  – Danzig [Gdańsk], 1575 [7])

pavao skalicEr war  als Sohn eines armen Zagreber Schulmeisters geboren.  Nach dem Abschluss des Studiums und  nach dem Erwerb  des Doktorgrades der  Philosophie in Wien und der Theologie in Bologna kam er, angeblich mit falsifizierten Dokumenten und mit falschen Titeln eines Markgrafen, Grafen und Barons versehen,  an verschiedene europäische kaiserliche Höfe. Wegen dieser Betrügereien  wurde er aus mehreren europäischen Ländern und von ihren Höfen vertrieben. 
Einige Zeit  arbeitete er als Hofkaplan des Kaisers Ferdinand in Wien, aber sein Betrug wurde bald entdeckt,  so dass er nach Tübingen fliehen musste. Dort trat er zum Protestantismus über und lehrte als Schützling  des Herzogs Christoph von Wűrttemberg und Hans Ungnads an der Tübinger Universität. Später lebte und arbeitete er als Theologieprofessor in Königsberg, wo er zum  Rat des Herzogs Albrecht von Preußen (1490-1568) wurde. Wegen seiner Betrügereien war er wieder einmal gezwungen, die Stadt zu verlassen. Er versteckte sich in Paris, wo er versuchte, sich mit der römischen Kirche auszusöhnen. Danach begab er sich nach Münster. Als  ihm  jedoch die Rückkehr nach Preußen erlaubt wurde, starb er auf dem Weg dorthin.
Er schrieb zahlreiche Abhandlungen  über Theologie, Philosophie, Historiographie und Okkultismus in lateinischer Sprache, wobei er oft plagierte. Er gab 25 theologische Bücher heraus und arbeitete auch an der Beschaffung des Materials für «Magdeburger Centurien».  Er  polemisierte  gegen  Primus Truber.

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Peter Paul Vergerius (Pietro Paolo Vergerio il giovane) PDF Drucken E-Mail
Wichtige protestantische Reformatoren in der Region

(Koper, 1498 - Tübingen, 1565)

Peter Paul Vergerius entstammt einer angesehenen, aber verarmten  Patrizierfamilie aus Koper (it. Capodistria). Von Beruf war er Staatsanwalt und seinen Doktorgrad in Zivilrecht erwarb er in Padua. Nach dem Tod seiner  Frau wurde er  Priester und päpstlicher Protonotar. 1533 wurde er zum päpstlichen Nuntius am Hof König Ferdinands I. von Habsburg  ernannt, wo er an der Problematik  der Beziehungen zu Ottomanen und an der Unterstützung des Katholizismus arbeitete.  Im Jahr 1535, als er sich die  reformatorischen Ideen noch nicht zu eigen gemacht hatte, polemisierte er gegen Martin Luther in  Wittenberg. Danach wurde er zum Bischof von Modrus, dann Bischof von Capo d’Istria ernannt. Wegen  des Streits  um die Auszahlung  der Rente  musste er Koper verlassen,  wonach er in Kontakt zu  Einzelpersonen und verschiedenen Gruppen trat,  die über die neuen  religiösen Ideen diskutierten.  Allmählich machte er sich die reformatorischen  Ideen zu eigen, so wie auch sein Bruder Giambattista, Bischof von Pula. Von der Inquisition  der Ketzerei verdächtigt gemacht, verließ er 1546 das Bistum und trat zum Protestantismus über. Im Jahre 1546 verbot man ihm, am Konzil von Trient teilzunehmen. Danach verhandelte man lange gegen ihn und infolgedessen entzog man ihm  seine Bischofswürde. 1549 wurde er exkommuniziert.

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Stephan Consul aus Istrien (Stjepan Konzul Istranin) PDF Drucken E-Mail
Wichtige protestantische Reformatoren in der Region

(Buzet, 1521  – Eisenstadt / Burgenland /  Österreich 1579)

Einer der  glagolitischen Priester war auch der bekannte Protestant Stephan Consul aus Istrien.  Er wurde 1521 in Buzet geboren. Über seine  Ausbildung bestehen keine historischen Angaben, es ist nur bekannt, dass er als glagolitischer Priester im Zentralistrien (im Alten Pazin) tätig war. Wegen seiner Annahme der protestantischen Lehre wurde er 1549 vertrieben, so  dass er seine Pfarre verlassen und sich ins Exil  begeben musste. Zuerst ging er nach  Laibach, dann nach Krainburg, wo er das Amt des protestantischen Predigers übernahm.

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Juraj Cvečić (Zwetzitsch, Cuetschisch, Georg Cvecic) PDF Drucken E-Mail
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(Mitterburg-Pazin,  um 1520 – Ravne, Slowenien 1585)

Er war ein istrischer Glagoliter, der zum Protestantismus übergetreten war. 1552 erwarb er seinen Magistergrad an der Universität in Wittenberg und danach war er als Prediger in Metlika (dt. Möttling)  tätig. 1561  begab er sich auf Klombners Empfehlung, aber  gegen Trubers Willen, nach Urach. Dort  fing Cvecic  an,  das Augsburger Glaubensbekenntnis und Spangenbergs Postille in glagolitischer Schrift  ins Kroatische zu übersetzen, und gleichzeitig arbeitete er als Setzer  an der Druckerpresse.  Er übersetzte die Paulusbriefe an die Epheser, Philipper  und  Kolosser, an Philemon, Timotheus und Titus,  aber  gedruckt wurde  nur ein Teil davon. Er hätte auch  Luthers  «Hauspostille», Davids «Psaltir», «Das zweite Buch Mose»  und dann noch  das Alte und das Neue Testament übersetzten sollen, aber diese Pläne wurden nicht realisiert, weil die Vorbereitungen, sowie die Suche nach Mitarbeitern und das Aufbringen des Geldes zu lange dauerten.  Außerdem waren die Kosten  sehr hoch, so dass die Druckerei nach Ungnads Tod  geschlossen wurde. Cvečić war für die Verbindung zwischen der Druckerei und  den  Reformatoren auf kroatischen Gebieten und in der Krain verantwortlich. Seine Aufgabe bestand darin,  nach Übersetzern zu suchen, den Vertrieb von Büchern zu organisieren,  sowie Ungnads Briefe an Truber und an  Krainer  Stände zuzustellen.  In der kroatischen Druckerei in Urach fand er zweimal Beschäftigung,  und in der Zwischenzeit hielt er sich auf  seinem Landgut in Pazin auf.  In einem seiner Briefe an Ungnad  erwähnte er seine Geldschulden gegenüber  Matthias Flacius.

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Juraj Juričić PDF Drucken E-Mail
Wichtige protestantische Reformatoren in der Region

(Novi Vinodol, Anfang des  16. Jhs. – Laibach, 1578)

Er war ein Schriftsteller, glagolitischer Priester und Philologe, der zur Reformation übertrat. Er  tat sich vor allem als Prediger in Kamnik (Stein in Oberkrain)  und in  Laibach hervor. Außerdem war er Korrektor der slowenischen und kroatischen Ausgaben in der  slawischen protestantischen Druckerei in Urach, Übersetzer der kirchlichen Texte und Herausgeber. In der Druckerei in Urach verbrachte er ein Jahr, aber auch nach der Rückkehr nach Slowenien blieb er Mitarbeiter der slawischen protestantischen Druckerei. Er übersetzte die  Paulusbriefe an die Epheser,  Philipper,  Kolosser, an Timotheus und an Titus für den glagolitischen und kyrillischen Teil des Neuen Testaments. Er arbeitete am glagolitischen  «Beneficium» und «Prodike od tuče», und übersetzte den gesamten «Crikveni ordinalic». Er schrieb in kroatischer und slowenischer Sprache.

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