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Gedenksammlung
Baldo Lupetino PDF Drucken E-Mail
Baldo Lupetino

Baldo Lupetinovon dem zweiten Labiner, von dem ich euch heute Abend erzählen möchte, von Baldo Lupetino, dem wahren Labiner aus der Stadt, ist nicht viel übrig geblieben, was er selbst geschrieben hatte, aber dieses Wenige, was er gesagt hatte, geschrieben oder gesagt, dieses Bisschen, das erhalten ist, von dem, was er gesagt, geschrieben und gesagt hatte, es ist so groß, so historisch, und im Allgemeinen so menschlich, dass wahrscheinlich nichts Besseres auf der Welt gesagt wurde “ Zitat aus dem von Mijo Mirković im März 1962 in Labin gehaltenen Vortrag.  

Baldo Lupetino (heute Lupetina), aus einer Patrizierfamilie stammend, wurde 1502 in Labin geboren (nach einigen Quellen 1492). Seine Schwester Ivana heiratete 1537 Luciano Luciani.  Dieser Luciano hatte eine Schwester Jakoba, welche die Mutter von Matthias Flacius Illyricus (Francovich Vlacich) war.
Baldo ging in seinem 31. oder 33. Lebensjahr ins Franziskanerkloster der „Minderen Brüder“ zu Podlabin (entweder 1533 oder, nach anderen Quellen, 1535). Er kommt gut voran und wird bald Guardian, danach Provinzial im Kloster S. Francesco della Vigna in Venedig. Baldo übte auf Flacius einen entscheidenden Einfluss aus: auf sein Drängen setzte Flacius 1539 sein Studium, nach jenem in Venedig, in Deutschland fort, wo er endgültig das Luthertum umarmte

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Baldo Lupetino

In seinem im Jahre 1565 an den venezianischen Senat gesendeten Brief Christiana Adhortatio, der wahrscheinlich nie an den  Zielort gelangen ist, weshalb er noch einen zweiten am 26. Juni 1570 aus Augsburg abgeschickt hat, schreibt Matthias Flacius Illyricus, dass Baldo Lupetino sein Verwandter und Lehrer (cognatum …praeceptorem meum) sei. Außerdem schreibt er, Baldo sei ein äußerst gut gebildeter Mönch (doctissimus monachus), sehr fromm (piissimus) und sehr berühmt (praestantissimus), der 20 Jahre lang (eigentlich 14) in den venezianischen Kerkern als Evangeliumszeuge geschmachtet habe.

(Tomaso Luciani, Mattia Flacio, Istriano di Albona, Notizie e documenti, Pula, 1869, S. 22)

 
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Zeloten-Katholiker, insbesondere der Kardinal Caraffa (der spätere Papst Pius VI.) verlangten  die Wiederherstellung des Santo Ufficio (Inquisition), so dass der Papst Pius III. durch seine Bulla vom 1. April 1543 sechs Kardinäle zu Kardinalinquisitoren ernannte, mit der Aufgabe, sie sollten auf beiden Seiten der Alpen alle Fälle der Härese erwägen und in jedem Fall einen Entschluss fassen.

Der venezianische Senat beschränkte einigermaßen die Macht der Inquisitoren, besonders über Laien, aber im Grunde genommen musste er dem Druck von Rom nachgeben, insbesondere nachdem der Doge  Francesco Donà (1545-1553) an die Macht gelangt war. Er gewährte dem Inquisitor, dem Apostolischen Nuntius Giovanni Della Casa (1503-1556), seine volle Unterstützung, besonders nachdem der protestantiche Schmalkadener Bund vom Heer des Kaisers Karl V. am 24. April 1547 in der Schlacht bei Mühlberg besiegt worden war, so dass er auch den Vollzug der Todesstrafe im Auftrag der Inquisition genehmigte.

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